Dienstag, 6. Januar 2026

Misterioso Jazz Club am Januarloch Festival
Ouvertüre zur kulturellen Regeneration

In Zusammenarbeit mit dem Schönegg-Varieté
Schöneggstrasse 5  |  bei K3000 klingeln

Aya Metwalli
Aya Metwalli (elec, voc)

Die ägyptische Sängerin und Live-Elektronikerin versteht sich besonders auf den mikrotonalen arabischen Maqam-Gesang. Mit analogen Synthesizern erzeugt sie düstere Texturen und seltsame, beunruhigende Klanglandschaften, die die Ankunft eines Sensenmannes ankündigen, der niemals kommt.

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Khorkhordina-Wong
Carina Khorkhordina (tr) & Eric Wong (elec)

Mit zahlreichen kleinen Lautsprechern, minimalen Klängen und Bewegungen bespielen die Trompeterin Carina Khorkhordina und der Elektroniker Eric Wong konkrete Räume, indem sie die spezifische Akustik verschiedener Ecken des Raumes für ihre Klangpalette nutzen.

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The Submarine Eye
Winthrop Kelley (US 1917, 48 min)

Dadaglobal
David Daniel (elec, p)

Ein armer, aber genialer Erfinder entdeckt mit Hilfe eines speziellen umgekehrten Periskops, durch das er den Meeresgrund sehen kann, einen verborgenen Schatz. Der dritte Film der Submarine Film Corporation greift auf die Fantasie von Jules Verne und die Konventionen klassischer Abenteuerfilme zurück und spiegelt die Faszination früher Filmemacher für die Tiefen des Meeres wider.

Vertont wird der Film von Dadaglobal, der von der klassischen Musik kommend heute eine feste Grösse der experimentellen Elektronik-Szene ist, und für den sich traditionelle Orgel- und Klavierklänge und moderne elektronische Beats keineswegs gegenseitig ausschliessen.

Türe 20 Uhr  |  Programm 20:30 Uhr

Dienstag, 13. Januar 2026

Misterioso Jazz Club am Stummfilmfestival im Filmpodium

Soul of the Cypress
Dudley Murphy (US 1920, 9 min)

Danse Macabre
Dudley Murphy (US 1922, 7 min)

Rapsodia satanica
Nino Oxilia (IT 1917, 45 min)

Sopraterrra
Magda Drozd (Violine, Elektronik) & Nicola Genovese (Altsaxophon, Elektronik)

Die greise Aristokratin Alba d’Oltrevita sehnt sich nach ihrer verlorenen Jugend und schliesst einen Pakt mit dem Teufel: Wenn sie auf die Liebe verzichtet, erhält sie von Mephisto ewige Schönheit. Zwei Brüder umwerben Alba. Den leidenschaftlichen Sergio weist sie verächtlich zurück, sie will Tristano, Sergios Bruder. Die Tragödie nimmt ihren Lauf, als Sergio sich erschiesst und Alba das erste Mal wieder Reue und Liebe verspürt. Sie ist bereit, dafür Vergänglichkeit anzunehmen. Verschleiert als Braut Tristanos, geht Alba tanzend dem Tod entgegen.

Im Vorprogramm zeigen wir zwei kurze Filme des amerikanischen Regisseurs Dudley Murphy. In «Soul of the Cypress», einer Variation des Orpheus-Mythos, verliebt sich der Protagonist in eine Waldnymphe, deren Seele in einem alten Baum wohnt, und stürzt sich ins Meer, um unsterblich zu werden und die Ewigkeit mit ihr zu verbringen. In der visuellen Symphonie «Danse Macabre» versuchen die Jugend (gespielt vom Balletttänzer Adolph Blom) und die Liebe (Ruth Page) dem Tod (Olin Howland) während der Pest in Spanien zu entkommen.

Vertont werden die Filme von Sopraterra, dem Duo der Violinistin Magda Drozd und des Saxofonisten Nicola Genovese. Die zwischen Ambient und Drone oszillierenden, melancholischen Kompositionen von Sopraterra weisen vielfältige Anklänge an Post-Rock, Shoegaze, Psychedelic sowie an die spätmittelalterliche Ars Nova oder barocke Kammermusik auf. Das beinahe musik-archäologisch anmutenden Bandprojekt zeigt, dass solche klanglichen Erkundungen zu überraschenden und berührenden Entdeckungen führen können.

Der Anlass findet in Zusammenarbeit mit dem Stummfilmfestival Zürich, einer Koproduktion von Filmpodium und IOIC – Institute of Incoherent Cinematography statt. Vorverkauf via filmpodium.ch

Türe 20:30 Uhr  |  Programm 20:45 Uhr

Dienstag, 20. Januar 2026

Misterioso Jazz Club am Stummfilmfestival im Filmpodium

Don Malfon-Stoffner-Trilla
Don Malfon (as), Flo Stoffner (g) & Vasco Trilla (dr)

«In Oberswanetien lebt die Bevölkerung von der Schafzucht und der Arbeit im Steinbruch. Aufgrund der Witterung sind die Menschen grosse Teile des Jahres von der Aussenwelt abgeschnitten. Einflüsse der Moderne sind bislang kaum bis dorthin vorgedrungen; alte Traditionen und Überlieferungen prägen das Zusammenleben. Die Beschaffung des für Menschen wie Tiere lebenswichtigen Salzes war bislang eine gefährliche Angelegenheit; ein Strassenbauprojekt soll das nun ändern.» (filmdienst.de)

Vertont wird dieser bildgewaltige Film von zwei Katalanen, dem Saxofonisten Don Malfon und dem Schlagzeuger Vasco Trilla, sowie dem Zürcher Gitarristen Flo Stoffner, die zu den kreativsten und prominentesten Exponenten der europäischen freien Improvisation zählen. Seit wenigen Jahren ein Trio, bedienen sich Malfon, Stoffner und Trilla ständig wechselnder, überraschender Klänge aus einem scheinbar unerschöpflichen Repertoire an Ideen. Ihre Musik ist abwechslungsreich, überraschend und wach und wirkt trotzdem, als würden sie schon seit Jahrzehnten zusammenspielen.

Der Anlass findet in Zusammenarbeit mit dem Stummfilmfestival Zürich, einer Koproduktion von Filmpodium und IOIC – Institute of Incoherent Cinematography statt. Vorverkauf via filmpodium.ch

Türe 20:30 Uhr  |  Programm 20:45 Uhr

Dienstag, 27. Januar 2026

Misterioso Jazz Club

DJ Illvibe & Sartorius
Vincent von Schlippenbach (turntables) & Julian Sartorius (dr, perc)

Der Berliner Produzent und Turntablist DJ Illvibe aka Vincent von Schlippenbach, bekannt für seine meisterhafte Manipulation von Vinyl und sein Gespür für urbane Sounds, trifft auf den Berner Schlagzeuger und Klangforscher Julian Sartorius, der Klangräume aus Alltagsgeräuschen und präparierten Instrumenten erschafft. Diese Begegnung zweier Meister der experimentellen Klangkunst entführt das Publikum in die Welt der freigeistigen Musik.

Mit Vinyl, Plattenspielern, Drums und diversen Klanginstrumenten erschaffen sie fesselnde Klanglandschaften, die organische Rhythmen und elektronische Texturen miteinander verweben. Jede Show wird zu einem besonderen Erlebnis, bei dem Spontaneität und Kreativität im Mittelpunkt stehen. Zwischen knisterndem Vinyl, fesselnden Beats und unerwarteten Texturen loten die beiden Klangpioniere Grenzen aus und überraschen mit immer neuen Ideen.

Türe 20 Uhr  |  Programm 20:30 Uhr

Dienstag, 3. Februar 2026

Misterioso Jazz Club

ErikM & Gaudenz Badrutt
Eric Mathon (elec) & Gaudenz Badrutt (elec)

ErikM & Gaudenz Badrutt bilden ein seltenes und prägnantes Duo an der Schnittstelle zwischen experimenteller Elektronik und elektroakustischer Improvisation. Ihre Zusammenarbeit erkundet Reibungszonen zwischen Live-Sampling, elektronischen Systemen und klangbasierter Performativität und webt einen dichten und unmittelbaren Dialog, der auf Geräuschtexturen, spannungsgeladenen Phasen der Stille und unerwarteten klanglichen Ereignissen basiert.

Gaudenz Badrutt vertritt einen minimalistischen und detailreichen Ansatz für Echtzeit-Elektronik. ErikM beschäftigt sich mit hybriden elektronischen Setups in einer sehr physischen und engagierten Manipulation von Klang. Zusammen schaffen sie einen fliessenden Hörraum, angetrieben von einem nicht-hierarchischen Dialog, in dem jede elektronische Geste zu lebendiger Materie wird – schwebend zwischen Spannung und Entstehen.

Türe 20 Uhr  |  Programm 20:30 Uhr

Dienstag, 17. Februar 2026

Misterioso Jazz Club

Ephemeral Fragments
Korhan Erel (elec), Emily Wittbrodt (vcl) & Florian Walter (tubax)

Ephemeral Fragments ist ein Improvisationstrio mit Florian Walter am Tubax, Emily Wittbrodt am Cello und Korhan Erel an der Elektronik. Die drei Künstler*innen sind international in diversen multidisziplinären Projekten tätig sind und tragen zum Gesamtsound bei, indem sie das Potenzial ihres individuellen musikalischen Hintergrunds interpretieren, ohne sich dabei auf ihre jeweiligen Grenzen zu beschränken. Ihre Musik zeichnet sich durch eine enorme Dichte an Texturen und Klangtiefe aus, ohne sich zu weit von einem soliden Gefühl der Kontrolle und Reduktion zu entfernen. Die neue musikzeitung schreibt darüber: “Da braut sich mit atmosphärischer Dichte so Einiges zusammen in hybriden Farbmischungen, feinen Geräuschnuancen und melodischen Restbeständen zwischen Unruhe und Kontemplation, versehen mit einem gehörigen Quantum Melancholie.”

Türe 20 Uhr  |  Programm 20:30 Uhr

Dienstag, 3. März 2026

Misterioso Jazz Club

Camille Émaille & Anna Frey
Camille Émaille (dr, perc) & Anna Frey (voc)

Die Performances der Improvisationsvirtuosin Camille Émaille, zwischen Gongs und Fässern, Becken und Fellen, sind sowohl Seiltanz als auch Klangskulptur. Es ist eine zugleich prekäre und spektakuläre Architektur, die sich da zusammenfügt, eine zarte und angespannte Dramaturgie, ein graziles und animalisches Körper-an-Körper mit einem Klangmaterial, das sie knetet und betätigt.

Auf und durch dieses Musikgebilde, bewegt sich die Rapperin und Lyrikerin Anna Frey, mal erzählerisch, mal stotternd, mal in souveränem Flow, mit ihren poetischen, melancholischen und absurden Texten. Das Publikum darf gespannt sein, auf das unmittelbare Zusammenspiel dieser zwei eigenwilligen Musikerinnen.

Türe 20 Uhr  |  Programm 20:30 Uhr

Samstag, 7. März 2026

Konzert und Werkstattgespräch

Fiona Daniel „transitions“
Fiona Daniel (voc, p, elec), Emma Thomazeau (harp, voc) & Louise Meynard (vcl, voc)

Patient Records und Das Institut präsentieren einen besonderen Anlass mit Fiona Daniel: Ein Werkstattgespräch eröffnet den Abend – danach spielt Fiona mit ihrem Trio das aktuelle Album „transitions“.

Die mittlerweile in der Romandie lebende Zürcher Musikerin Fiona Daniel ist zurück mit ihrer glasklaren Engelsstimme, ihrer zauberhaften Klangwelt und dem ersten Album nach langer Pause. Sie hat sogleich am international renommierten Cully Jazz Festival alle Herzen erobert und kommt nun endlich auch in ihre alte Heimat Zürich: „transitions“ (2025) handelt von Übergängen, die man nicht plant, die einen verändern — von Zeit, die verloren ging und die man sich zurückerobert.

Das von Nadja Zela moderierte Werkstattgespräch gibt Einblick in Arbeitsprozesse, künstlerische Entscheidungen und die Lebensrealitäten in der Musikszene – ein Abend über Abtauchen und Auftauchen, Mut und das Weitermachen, wenn’s kompliziert wird.

Stimmig, dass am Wochenende des Internationalen Frauentags zwei zweifache Mütter und zwei jüngere Künstlerinnen ihre Erfahrungen teilen!

Die Platzzahl ist begrenzt, wir empfehlen, den Vorverkauf zu nutzen:
Link zum Vorverkauf via Eventfrog

Türe 19:30 Uhr  |  Programm 20:30 Uhr

Dienstag, 28. April 2026

Misterioso Jazz Club

LDL – Leimgruber-Demierre-Lehn
Urs Leimgruber (ss), Jacques Demierre (p) & Thomas Lehn (synth)

Bei der Dreieckskonstellation des Trio LDL stehen zwei Tasteninstrumente – das akustische Klavier und der analoge Synthesizer, deren Klangsignale technisch wechselseitig miteinander verkoppelt sind – Urs Leimgrubers Sopransaxofon im Zentrum des Klangbildes gegenüber. Das Resultat ist eine hochentwickelte Kultur musikalischer Improvisation, deren Basis das feine, höchst sensible Aushören des Klangraumes bildet. Und dieser umfasst hier sowohl das musikalische Geschehen der individuellen und kollektiven Gestaltprozesse als auch den Raum selbst, in welchem der kreative Akt stattfindet, einschliesslich seiner akustischen Beschaffenheit und der raumtransformierenden Publikumspräsenz.

Türe 20 Uhr  |  Programm 20:30 Uhr